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Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen in Armut leben, insbesondere Frauen. Um die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft zu gewährleisten, müssen spezifische Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um die Ursachen der Frauenarmut zu beseitigen.

Derzeit leben mehr als 65 Millionen Frauen in Europa in Armut - die Ursachen dafür sind vielfältig:

Allein erziehende Mütter sind besonders von Armut betroffen, mit unvermeidlichen Folgen für die Umstände und Perspektiven ihrer Kinder. Wir müssen also nicht nur die Situation der Frauen verbessern. Wir müssen auch gegen Kinderarmut vorgehen. Kinder, die in Armut aufwachsen, sind häufig aufgrund schlechter Ernährung krank und verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um an Schulveranstaltungen teilzunehmen. Dies behindert ihre Integration und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Gleichaltrigen akzeptiert werden. Wenn der Start eines Kindes ins Leben scheitert, ist es schwer aufzuholen. Nur wenn wir die Kinderarmut beenden, können wir eine Gesellschaft schaffen, in der jeder von Geburt an die gleichen Chancen hat.

Dann gibt es Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, wo auch Stereotypen, die die gesellschaftliche Auffassung von der „traditionellen Mutter“ betreffen, einen großen Einfluss haben. Frauen sind oft in prekären Beschäftigungsverhältnissen - einschließlich Teilzeitarbeit - und es wird oft behauptet, dass das Einkommen von Frauen nur eine Ergänzung ist. Frauen werden auch in Dienstleistungsberufe gezwungen, die sehr schlecht bezahlt werden. Darüber hinaus bedeutet Diskriminierung, dass es Frauen schwer fallen kann, überhaupt einen Job zu finden, weil sie ein Kind haben oder in Zukunft ein Kind haben könnten. Die Kinderbetreuung ist in vielen Ländern unzureichend und häufig unerschwinglich teuer. Und die Diskriminierung aufgrund des Gehalts bleibt bestehen, insbesondere bei höher bezahlten Positionen. Eine Offenlegung der Gehälter in der Öffentlichkeit wäre daher von Vorteil.

Schließlich wird das RentenlückeEin weiterer Faktor für die Armut von Frauen, der Frauen im Alter in Armut versetzt. Während ihres gesamten Lebens erhalten Frauen ein niedrigeres Gehalt und fallen der unfairen Ungleichheit der Karriereaussichten zwischen Männern und Frauen zum Opfer. Daher haben Frauen im Ruhestand mit größerer Wahrscheinlichkeit keine soziale Sicherheit. Auf diese Weise ist das Leben einer Frau von Diskriminierung geprägt - in ihren Gründungsjahren, am Arbeitsplatz und in der Kinderbetreuung (ganz zu schweigen von der Betreuung älterer Familienmitglieder), ein Zyklus, der für ihre Kinder reproduziert wird. So entsteht die Armutsfalle.

In allen EU-Mitgliedstaaten müssen wirksame Strategien zur Diskriminierung aufgrund des Geschlechts eingeführt werden:

Wir müssen mit der Armut von Kindern und Frauen beginnen. Wir müssen die Kinderarmut bekämpfen und sicherstellen, dass alle Kinder Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Kultur und einer ausgewogenen Ernährung haben. Die EU-Jugendgarantie muss geschlechtsspezifisch sein, um die Armut von Frauen zu verhindern. Chancengleichheit für betriebliche Ausbildung und beruflichen Aufstieg muss ermöglicht werden. Last but not least muss das Lohngefälle in Europa nach isländischem Vorbild geschlossen werden. Seit Januar 2018 verbietet das Gesetz Unternehmen ausdrücklich, Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit ungleich zu bezahlen. Dies bedeutet auch zweckmäßigen Mutterschafts-, Vaterschafts- und Elternurlaub.

Für viele ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein täglicher Spagat. Gleicher Zugang für Frauen zu einer Erwerbstätigkeit und zum gleichen Einkommen wie für ihre männlichen Kollegen erfordert, dass die politischen Entscheidungsträger gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen.

Auf dem Gebiet der Gleichstellung gibt es viel zu tun, aber nichts ist unmöglich. Wir Frauen müssen weiterhin für unsere Rechte kämpfen.

 

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