Club Med: Sorgen um die Zukunft des Unternehmens wecken Informationsbedarf

20. Juni 2024 | Im Rampenlicht, Tourismus

Seit mehreren Monaten äußern Gewerkschaften Bedenken über die Zukunft von Club Med, einem wichtigen transnationalen Tourismusunternehmen, das seit 2015 dem chinesischen Konglomerat FOSUN gehört. Seit der COVID-19-Krise hat die Gruppe Vermögenswerte im Wert von über 40 Milliarden US-Dollar angehäuft, hat jedoch kürzlich Vermögenswerte im Wert von 11 Milliarden verkauft, darunter die Agentur Thomas Cook, die portugiesische Bank BCP und das chinesische Stahlunternehmen Nanjing Iron & Steel.

IUL und EFFAT-IUL Europa fordern Club Med auf, den Gewerkschaften vorrangig transparente Informationen über das Finanzmanagement der Gruppe zur Verfügung zu stellen.

  • Der kürzlich erfolgte Rücktritt von Michel Wolfovski, stellvertretender Geschäftsführer für Finanzen, aus dem Verwaltungsrat zum 26. Mai 2024 sowie Gerüchte über eine drohende Verlegung des Club Med-Hauptsitzes nach Shanghai und einen wahrscheinlichen Führungswechsel sorgen bei den Mitarbeitern des Unternehmens für Besorgnis.
  • Es bestehen Befürchtungen, dass die chinesische Gruppe versucht, durch einen Griff in die Kassen von Club Med Bargeld wiederzuerlangen, der im Jahr 2023 einen Rekordgewinn erzielte, darunter einen Umsatz von fast 2 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Die Mitarbeiter von Club Med und ihre Vertreter im Europäischen Komitee für Sozialen Dialog (CEDS) sind entschlossen, Informationen über die geplanten Entscheidungen des Konzerns zu erhalten.

Christian Juyaux, Koordinator des Club Med von EFFAT-IUF Europa, erklärte:

„Die CEDS-Vereinbarung ist sehr eindeutig. Wir müssen im Voraus über jede Entscheidung informiert werden, die die Struktur und Organisation der Gruppe betrifft, insbesondere über jede Änderung der Beteiligungsverhältnisse. Nur dann können wir die Folgen für unsere Arbeitsplätze und unsere Mitarbeiter vorhersehen.“