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Vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen am 29. März 2021 sendet EFFAT Solidarität und viel Kraft an alle NGG-Mitgliedsorganisationen im Fleischsektor, die für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen kämpfen.

Die COVID-19-Ausbrüche in mehreren europäischen Fleischfabriken im letzten Jahr haben die Öffentlichkeit endlich auf die bedauerlichen Bedingungen aufmerksam gemacht, unter denen die Arbeitnehmer in diesem Sektor leiden. Dank des unermüdlichen Kampfes von NGG Arbeitsschutzkontrollgesetz wurde schließlich angenommen, und es liefert bereits einige Verbesserungen.

Dennoch belasten Arbeitgeber in der deutschen Fleischindustrie die Arbeitnehmer weiterhin, indem sie ab dem 10. Juli nur spärlich einen Mindestlohn von 1 Euro / Stunde anbietenst : Es ist einfach verabscheuungswürdig! Die Gewinne in diesem Sektor sind beträchtlich und es ist längst überfällig, dass die Arbeitnehmer ihren gerechten Anteil erhalten!

Wer kann wirklich von 10 € pro Stunde leben?

Die NGG führte Gespräche mit der Forderung nach einem dreistufigen Mindestlohnvertrag für die 160.000 Beschäftigten in der Branche. Der Mindestlohn sollte daher bei 12.50 Euro beginnen. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit sollte sie auf 14 Euro / Stunde ansteigen und für Facharbeiter 17 Euro / Stunde erreichen.

Nach so vielen Jahren des Missbrauchs und der Ausbeutung kann der Sektor letztendlich nur durch einen tragfähigen Tarifvertrag das Licht erblicken, der allen Fleischarbeitern eine angemessene Bezahlung sichert.

Der Kampf von NGG für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ist nicht nur ein deutscher Kampf, sondern auch ein Kampf von EFFAT: Die Armutslöhne in einem Mitgliedstaat setzen die Löhne und Arbeitsbedingungen in anderen europäischen Ländern unter Druck. Im niederländischen florierenden Geflügelsektor zum Beispiel erleben wir dasselbe Zurückhaltung der Arbeitgeber, nach monatelangem Engagement der Arbeitnehmer während der Pandemie eine Lohnerhöhung zu gewähren.

Die Probleme, die den Fleischsektor betreffen, sind keineswegs nur national. EFFAT sendet Solidarität an seine deutschen Mitgliedsorganisationen und bekräftigt die Dringlichkeit, den Fleischsektor auf europäischer Ebene durch eine langfristige Vision zu reparieren, die das uneingeschränkte Engagement der Sozialpartner auf nationaler und europäischer Ebene untermauert. EFFAT drängt auch auf Rechtsverbindlichkeit EU-Initiativen langjährige Probleme wie missbräuchliche Praktiken bei der Vergabe von Unteraufträgen und schlechte Wohnverhältnisse für mobile Arbeitnehmer und Wanderarbeitnehmer anzugehen.

EFFAT hofft, dass die nächste Tarifverhandlungsrunde der NGG mit einer positiven Einigung über Löhne und Arbeitsbedingungen abgeschlossen wird und dass ein solcher Schritt den Weg für ein ganz neues Kapitel für die Fleischindustrie in ganz Europa ebnen wird.

Links:
Hunger nach Fairness: Erhöhung der Standards im Fleischsektor EFFAT 10 Anforderungen EN
NGG Pressemitteilung [Deutsche]
NGG Faltblätter in verschiedenen Sprachen
Marion, NGG-Arbeiterin, Video [Deutsch mit ENG Untertiteln]

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