Das Potenzial von Spiegelklauseln für den EU-Rübenzuckersektor

Der Europäische Verband der Zuckerhersteller (CEFS) und der Europäische Verband der Gewerkschaften des Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Tourismussektors (EFFAT) erkennen das Potenzial von Spiegelklauseln zur Unterstützung des EU-Rübenzuckersektors und zur Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen auf dem Weltmarkt an.

In den letzten zehn Jahren hat sich die Verfügbarkeit von Zucker aus Drittländern auf dem EU-Markt infolge der zahlreichen abgeschlossenen EU-Freihandelsabkommen erheblich erhöht. Dies wirkt sich direkt auf die Zuckerindustrie aus, die sich immer noch vom Ende der Produktionsquoten erholt, die seit 15 zur Schließung von 2017 Fabriken und zum Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen geführt haben.

Der europäische Rübenzuckersektor hat kontinuierlich Arbeits-, Gesundheits- und Umweltstandards für Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte in der EU unterstützt und hart daran gearbeitet, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der EU-Zuckerproduktion zu stellen. Eine ehrgeizige Gesetzgebung innerhalb der EU verzerrt jedoch den Wettbewerb, wenn wir auch den Markt für Drittländer öffnen, die Zucker anbieten, der nicht den Sozial- und Umweltstandards der EU entspricht.

Handelsabkommen müssen EU-Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen in ihren unterschiedlichen Politiken kohärent sein, und die ehrgeizigen Umweltziele des EU Green Deal sollten in allen Handelsabkommen eingehalten werden.

CEFS und EFFAT fordern Spiegelklauseln als Handelsinstrument mit dem Potenzial, gleiche Wettbewerbsbedingungen für den Sektor zu gewährleisten, ein hohes Maß an Sozial-, Gesundheits- und Umweltstandards für in der EU konsumierte Lebensmittel aufrechtzuerhalten und Handelspartnern Anreize zur Verbesserung der Beschäftigung zu geben und Produktionsstandards.

CEFS und EFFAT fordern daher, dass sämtlicher Zucker aus Drittländern, der auf den EU-Markt kommt:
– alle relevanten internationalen Konventionen zu Arbeit, sozialen Rechten und Umwelt einhalten;
– Einhaltung der EU-Rechtsvorschriften und EU-Produktionsstandards, hauptsächlich in Bezug auf Chemikalien und Pflanzenschutzmittel, Nährstoffmanagement und Wassermanagement;
– Einhaltung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht und der unternehmerischen Rechenschaftspflicht.

Lesen Sie die vollständige Stellungnahme von CEFS und EFFAT zu Spiegelklauseln hier

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