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Am 3. November 2018, dem Tag des gleichen Entgelts, reflektiert EFFAT, warum die signifikanten Fortschritte von Frauen in Bezug auf Bildungsleistungen und Karrieremöglichkeiten nicht der Gleichstellung der Geschlechter und dem gleichen Entgelt am Arbeitsplatz entsprechen.

16,2%: Dies ist das derzeitige geschlechtsspezifische Lohngefälle in Europa, definiert als die Differenz zwischen dem Verdienst von Männern und Frauen in Prozent des Verdienstes von Männern. Daten wie diese sprechen laut über die Fragmentierung des Arbeitsmarktes, die zunehmende prekäre Arbeit und Ungleichheit, das Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben sowie die langfristige Armut von Frauen im Alter.

Die EFFAT-Sektoren Ernährung, Tourismus und Landwirtschaft spiegeln diese Trends wider: In der 2014 durchgeführten Umfrage zur Umsetzung des EFFAT-Gleichstellungsplans gaben die Mitgliedsorganisationen an, dass das Lohngefälle in den EFFAT-Sektoren bis zu 29% beträgt und repräsentativ sein kann eine Gehaltsdifferenz von bis zu 290 000 € über ein ganzes Berufsleben.

Die Gründe für das Lohngefälle sind vielfältig: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, sie arbeiten in schlecht bezahlten Sektoren und Funktionen oder müssen häufig die Hauptverantwortung für die Versorgung ihrer Familien übernehmen. Nach den neuesten EurobarometerDas Ungleichgewicht zwischen Familie und Beruf wird von den Europäern gut wahrgenommen.

In ihrer "Empfehlungen für gleiches Entgelt"Spricht sich EFFAT nachdrücklich dafür aus, das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu schließen, um

  • Förderung der sozialen Gerechtigkeit und der Chancengleichheit durch die Förderung der Unabhängigkeit der Frauen und einer kohärenteren Gesellschaft
  • Nutzen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, die sich in Mitarbeiterzufriedenheit und höherer Produktivität niederschlagen
  • die Wirtschaft insgesamt profitabler machen

Harald Wiedenhofer, EFFAT-Generalsekretär, kommentierte den Tag des gleichen Entgelts wie folgt: „Der Grundsatz des gleichen Entgelts ist eine der Grundlagen unserer Gewerkschaftsaktivität, ebenso wie Tarifverhandlungen. Die Gleichstellung der Löhne in die Lohnfestsetzung einzubeziehen, ist der Schlüssel zu einer gleichberechtigten Gesellschaft. Die Sensibilisierung für das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Tarifverhandlungsteams und die Erhöhung der Löhne in von Frauen dominierten Sektoren sind von entscheidender Bedeutung, um einen gerechteren und gleichberechtigten Arbeitsmarkt zu erreichen. Daneben fordern wir die Europäische Kommission nachdrücklich auf, im Rahmen der Europäischen Säule sozialer Rechte eine strenge Richtlinie zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu verabschieden, um die berufliche Entwicklung von Frauen zu fördern und das Lohngefälle zu verringern. “

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